Lindenblätter - Naturküche
- Ulrike Amann

- 12. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 3 Tagen
Lindenblätter - Heilsames aus der Baumkrone
Lindenblätter Lindenblätter mit Blüten Lindenblätter im Juli
Während die Lindenblüte der absolute Star in der Hausapotheke gegen Erkältungen ist, werden die Lindenblätter oft unterschätzt. Dabei sind sie, besonders im jungen Zustand im Frühjahr, eine echte Bereicherung für die Gesundheit – sowohl als sanftes Heilmittel in der Volksmedizin als auch als nährstoffreiches Wildgemüse.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe und ihre Wirkung auf die Gesundheit im Detail:
1. Sekundäre Pflanzenstoffe von Lindenblättern
Flavonoide (insb. Rutin): Lindenblätter sind reich an Antioxidantien, die freie Radikale im Körper unschädlich machen. Rutin stärkt die Kapillargefäße, wirkt entzündungshemmend und unterstützt das Herz-Kreislauf-System.
Gerbstoffe (Tannine): Gerbstoffe wirken adstringierend (zusammenziehend), antimikrobiell und entzündungshemmend. Sie helfen, Gewebe zu festigen, und können bei leichten Magen-Darm-Beschwerden oder Zahnfleischentzündungen lindernd wirken.
Schleimstoffe: Sie sind zwar in etwas geringerer Konzentration vorhanden als in den Blüten, legen sich aber dennoch wie ein schützender Film über gereizte Schleimhäute. Das lindert Hustenreiz im Rachen und beruhigt die Magenschleimhaut.
2. Nährstoffe und Vitamine von Lindenblättern
Pflanzliches Eiweiß: Junge Lindenblätter haben für ein Blattgemüse einen bemerkenswert hohen Proteingehalt.
Mineralstoffe (Kalzium und Kalium): Diese sind essenziell für stabile Knochen, die Muskelfunktion und die Regulierung des Blutdrucks sowie des Flüssigkeitshaushalts.
Chlorophyll und Vitamin C: Der grüne Pflanzenfarbstoff Chlorophyll unterstützt die Sauerstoffversorgung der Zellen und die Entgiftung, während Vitamin C das Immunsystem stärkt.
Gesundheitliche Anwendung von Lindenblättern - auch in der Küche
Aufgrund dieser Inhaltsstoffe bieten Lindenblätter verschiedene Einsatzmöglichkeiten:
Als Vitalstoff-Booster (Grünpulver): Getrocknete und fein gemahlene Lindenblätter ergeben ein hervorragendes "Superfood"-Pulver.
Fein geschnitten in Salate - frisch essen oder in Smoothies geben. Ev. auch in Quiche
Augenkompresse: Ein altbewährter Tipp, der schon auf Hildegard von Bingen zurückgeht: Frische, saubere Lindenblätter über Nacht auf müde, überanstrengte Augen (z. B. nach einem langen Tag vor dem Bildschirm) legen. Das kühlt, beruhigt und mindert Schwellungen.
Eigene Erfahrung: Selbst im Frühling sind die Blätter etwas herb und müsssen klein geschnitten werden. Aber das "Grünpulver" hat es mir angetan. Einfach Blätter ca. eine Woche trocknen und dann fein mixen. Das "Grünmehl" kann dann zu normalen Mehl gemixt werden. Ca. 10% ist Grünmehl. Das ergibt eine interessante Farbmischung bei Mehlspeisen etc.
Hier noch das Bildmaterial für die Anwendung :
getrocknete Blätter von den Stängeln abstreifen
Verkleinern - geht gut mit den Fingern
dann mit Mixer verkleinern
Mehr mit Sieb filtern - es hat noch Reste von Zweigen
Abfüllen und verwenden!! Nicht zu viel (ca. 10% Anteil am Mehl) aber es gibt die grüne Farbe!




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