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Die Natur spricht zu mir! – Fichtennadelsirup für Gesundheit und Genuss

  • Autorenbild: Ulrike Amann
    Ulrike Amann
  • 19. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Gerade plagt mich ein starker Husten und Bronchitis. Da entdecke ich in einem Klostergarten eine wunderschöne Fichte mit frischen, grünen Trieben. Diese Entdeckung inspiriert mich, etwas daraus zu machen. Seit zwei Tagen nehme ich nun löffelweise den Sirup ein. Und ich kann dir sagen, es ist ein Genuss!


Rezept für Fichtennadelsirup


Zutaten


  • Ca. 2-3 Händevoll Fichtenspitzen (nur das helle Grün)

  • 300 - 500 ml Wasser (je nach Wasserprobe, siehe Bild)

  • Ca. 300 g Rohzucker (abhängig von der Wassermenge, normaler Haushaltszucker geht auch)

  • Eventuell Gelierzucker (wenig, ich habe zu viel genommen, war zu fest)

  • Eventuell Zitronenscheiben (für den Geschmack)


Zubereitung


  1. Fichtenspitzen reinigen: Ich habe das nicht gemacht, da es in den letzten Tagen geregnet hat. Aber du kannst sie im Sieb mit kaltem Wasser abbrausen.

  2. Fichtenspitzen in den Kochtopf geben.

  3. Mit Wasser aufgießen: So dass die Spitzen knapp bedeckt sind (siehe Foto mit Hand).

  4. Zitronenscheiben hinzufügen: Optional, aber ich finde, es bringt den Geschmack auf ein neues Level.

  5. Kochen: Das Wasser mit den Spitzen für 5 Minuten bei geschlossenem Deckel aufkochen.

  6. Hitze reduzieren: Weiter köcheln lassen bei ca. 10 Minuten – Deckel offen.

  7. Ziehen lassen: Herd komplett ausschalten und den Topf für ca. 24 Stunden ziehen lassen.

  8. Abseihen: Am nächsten Tag die Fichtenspitzen abseihen. Drücke die Spitzen aus und fange die Flüssigkeit auf.

  9. Flüssigkeit abmessen: Miss die Flüssigkeit mit einem Messbecher ab. Die Menge der Flüssigkeit ergibt auch die Menge Zucker (z.B. 300 ml Wasser = 300 g Rohzucker).

10. Kochen: Fülle die Flüssigkeit und den Zucker in einen Kochtopf und koche es erneut bei offenem Deckel auf, bis eine sirupartige Konsistenz entsteht.

11. Tellerprobe: Einige Tropfen herausnehmen, etwas abkühlen lassen und prüfen, ob die Konsistenz gut ist. Wenn zu flüssig, nochmals kochen lassen.

12. Abfüllen: Den Sirup in sterilisierte Gläser abfüllen (ich nehme kleinere). Auf den Kopf stellen, um potenzielle Keime im Deckel abzutöten! Beschriften nicht vergessen!


  • Haltbarkeit: Ca. 1 Jahr (dunkel aufbewahren, eventuell im Kühlschrank).


Gesundheitliche Tipps


1. Der Retter bei Atemwegsbeschwerden


Das Haupteinsatzgebiet von Fichtennadelsirup sind die Bronchien. Die enthaltenen ätherischen Öle (vor allem Terpene) und Harze wirken:


  • Schleimlösend: Sie helfen dabei, festsitzenden Schleim zu verflüssigen, damit er leichter abgehustet werden kann.

  • Antiseptisch: Die Inhaltsstoffe wirken leicht desinfizierend auf die Schleimhäute in Hals und Rachen.

  • Reizlindernd: Bei trockenem Husten legt sich der Sirup schützend über die gereizten Stellen.


2. Boost für das Immunsystem


Junge Fichtentriebe sind wahre Vitamin-C-Bomben. Das half früher den Menschen, nach einem langen Winter ohne frisches Obst wieder zu Kräften zu kommen.


Anwendungstipps


  • Pur: Bei Husten 3-mal täglich einen Esslöffel langsam im Mund zergehen lassen.

  • Im Tee: Als Süßungsmittel für Kräutertees (Achtung: Den Tee erst etwas abkühlen lassen, damit die Vitamine und ätherischen Öle nicht zerstört werden).

  • In der Küche: Passt hervorragend zu Joghurt, Desserts oder sogar als feine Waldnote in dunklen Saucen.


Fazit


Fichtennadelsirup ist nicht nur ein wunderbares Hausmittel, sondern auch ein Genuss für die Sinne. Wenn du die Natur um dich herum schätzt und etwas für deine Gesundheit tun möchtest, dann ist dieses Rezept genau das Richtige für dich.


Falls du Fragen oder Hinweise hast oder deine Erfahrungen teilen möchtest, schreib mir gerne eine E-Mail an: amann@gruenerhut.ch oder kontaktiere mich über Social Media.

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