Holunderblüten-Sirup - ein Klassiker!
- Ulrike Amann

- 16. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Sommer im Glas: Warum wir Holunderblüten so lieben 🌸
Es gibt kaum einen Duft, der den Beginn der warmen Jahreszeit so sehr ankündigt wie der süßlich-schwere Geruch von blühendem Holunder. Wenn sich die großen, weißen Dolden im Wind wiegen, ist es Zeit für die Ernte – und für den wohl beliebtesten Klassiker der Vorratskammer: Holunderblütensirup.
Mehr als nur süß: Das steckt im Holunder
Der Holunder (Sambucus nigra) ist eine der ältesten Heilpflanzen Europas. Früher hieß es: „Vor dem Holunder soll man den Hut ziehen“, so respektvoll gingen unsere Vorfahren mit dem Strauch um. Auch heute wissen wir, warum:
Sanfter Schutz: Die Blüten enthalten wertvolle Flavonoide und ätherische Öle, die leicht entzündungshemmend wirken.
Schwitzkur bei Erkältung: Als Tee getrunken wirken Holunderblüten schweißtreibend und fiebersenkend – ideal, wenn man sich im Sommer mal eine Klimaanlagen-Erkältung eingefangen hat.
Stärkung von innen: Sie wirken leicht harntreibend und unterstützen den Körper dabei, sanft zu entgiften.
Holunder hat auch eine spirituelle Ebene. Holunder vertreibt die "bösen Geister " und darum sollte er immer vor dem Haus wachsen. Holunder hilft bei Erkältung (insbesondere die schwarzen Beeren, jedoch nur gekocht) und es kulinarisch ein Genuss. Neben dem Sirup auch in Bierteig herausgebacken, was gibt es besseres?
Rezept für Holunderblüten-Sirup:
Menge für ca. 0,8 l Sirup:
ca. 15 Holunder-Blüten/Dolden
1 Liter Wasser
0,5 kg Zucker (klassische Rezepte nehmen 1 kg Zucker) aber ich finde, es genügt an Süsse mit 0,5 kg
20 g Zitronensäure
Glasflaschen zum Abfüllen (nehme kleine, ca. 0,3 Liter)
Anwendung:
Holunder-Blüten auf Tuch auflegen, damit kleine Tierchen, die Pflanze "verlassen" können, nicht waschen, sonst verlieren wir den schönen Blütenstaub
Holunder-Blüten in ein Gefäss geben
Wasser und Zucker aufkochen mit Zitronensäure ergänzen, über die Blüten schütten
Zugedeckt ca. 1 Tag stehen lassen - manchmal umrühren
Danach die Flüssigkeit durch ein Sieb giessen und aufkochen lassen
In saubere Flaschen füllen und gut verschliessen
Kühl und dunkel lagern und innerhalb von 10 Monaten konsumieren
Beschriften nicht vergessen!

TIPP für die Küche:
Dieses Jahr wandern die Blüten direkt in den Topf. Warum? Weil selbstgemachter Sirup einfach nach „echtem“ Sommer schmeckt und nicht nach künstlichen Aromen. Ob im spritzigen Prosecco, als Erfrischung im Mineralwasser oder als Geheimzutat über dem Erdbeereis – der Sirup ist pure Lebensfreude in Flaschen.
Ich verwende den Sirup auch bei Panna-Cotta, statt Zucker verwende ich diesen Sirup












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